Die Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau betreibt ein vollautomatisches Messnetz, das den Niederschlag, die Pegelstände und den Abfluss der meisten Gewässer im Kanton erfasst. Die Daten dienen den kantonalen Fachstellen und dem Bund zur Erstellung von Gefahrenkarten. Aufgrund dieser Karten lassen sich Szenarien entwickeln, entsprechende Massnahmen ableiten und Alarmierungen auslösen.
Regenmesser liefert Daten in Echtzeit
Die kantonale Abteilung für Umwelt hatte die gute Idee, auf dem Areal der ARA Langmatt eine Regenmessstation zu installieren – was der AVRL sehr begrüsste. Das Gerät erhebt die Daten in Echtzeit und überträgt den Zehn-Minuten-Mittelwert direkt an die Behörde. Der AVRL integrierte die Messstation in sein Leitsystem der ARA Langmatt und speichert die Daten in hoher Auflösung. Diese spielen eine zentrale Rolle beim frühzeitigen Erkennen von Niederschlag und bei der Alarmierung vor bevorstehenden Stresssituationen.
Kurze Reaktionszeiten minimieren Schäden
Grosse Regenmengen führen dazu, dass die Kanalisation überfordert wird. Das Überquellen von Wasser resp. das Ausschwemmen von Organik aus der Kanalisation ist eine grosse Belastung für Abwasserreinigungsanlagen. Die ARA Langmatt hält Regenwasser darum in eigens dafür vorgesehenen Regenbecken zurück, leitet das Wasser nach dem Niederschlag gezielt ab und führt es der Reinigung zu.
Weitere Messstationen für präzisere Vorhersagen
Da Regenereignisse räumlich sehr unterschiedlich ausfallen und weil die Niederschlagswahrscheinlichkeit einen Kilometer weit entfernt um die Hälfte abnimmt, plant der AVRL weitere Regenmesser. Stationen in Othmarsingen, Hunzenschwil und Oberflachs in Ergänzung zu den Daten von Meteoblue oder MeteoSchweiz werden noch engmaschiger vor Gefahren warnen. Womit der Umweltschutz im Einzugsgebiet der ARA Langmatt mit allen Wassern gewaschen ist.