Bereits 2020 wurde die automatisierte Verladeanlage für den Faulschlamm fertiggestellt – der Muldenbahnhof der ARA Langmatt. Damals war dies nicht nur für das Auge eine tolle Sache. Sondern auch für die Nase. Denn dadurch konnten die Geruchsemissionen beseitigt werden, die vorher beim Beladen der Faulschlamm-Mulden mit dem Radlader entstanden.
Stahlplatten als Stolperfallen
Der Boden des Muldenbahnhofs war mit dicken, schweren Stahlplatten ausgelegt, die fest im Boden verankert wurden. Das Gewicht der Mulden war mit 26 Tonnen für die Stahlplatten jedoch zu hoch – sie hielten dem Druck nicht stand und begannen sich leicht durchzubiegen. Dies wiederum führte dazu, dass sich die Ecken der Stahlplatten erhoben und zu eigentlichen Stolperfallen für die Mitarbeitenden mutierten. Abhilfe musste also gefunden werden, welche die Sicherheit wieder auf den typischen ARA-Langmatt-Standard hob.
Streifenfundament für höchste Belastungen
Die Lösung hiess Streifenfundament. Dieses Fundament zeichnet sich durch eine extrem hohe Tragfähigkeit aus. Doch zuallererst musste das Fundament ausgehoben werden – und zwar während des laufenden Betriebs. Danach konnten jeweils zwei und zwei Streifen aus besonders widerstandsfähigem Beton gleichzeitig gegossen werden. Und zu guter Letzt wurden wiederum Stahlplatten bündig verlegt und fest verankert.
Damit ist der neue Muldenbahnhof nicht nur für das Auge und die Nase perfekt gebaut. Sondern auch für Zehen und Füsse der Mitarbeitenden.